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„Ich möchte dem Verein etwas zurückgeben“ – Eduard Popp bleibt bei den RED DEVILS

Die wichtigste noch offene Personalie ist geklärt: Eigengewächs Eduard Popp wird für ein weiteres Jahr bei seinem Heimatverein RED DEVILS Heilbronn bleiben!!!

Am Mittwochmorgen hatte der Olympia-Fünfte von Rio zu einem Pressefrühstück eingeladen, bei dem von Heilbronner Stimme und Echo über Radio Ton und SWR4 bis hin zu L-TV die wichtigsten regionalen Medien anwesend waren. Bevor Eduard Popp jedoch das Naheliegende offiziell verkündete, nahm er seine Gäste mit auf eine emotionale Reise durch die letzten 15 Jahre.

„Ich bin in Neckargartach schon in den Kindergarten gegangen und habe dort von klein auf gerungen, doch Fußball hatte bei mir Priorität“, erzählte der 26-Jährige, dessen Vater Jakob ein in Russland erfolgreicher Ringer war, der dann von 2001 bis 2003 den damaligen VfL Neckargartach von der Oberliga bis in die 2. Bundesliga als Trainer betreute. „Ich habe beim VfR Heilbronn recht ambitioniert Fußball gespielt und wurde dann auch von Hoffenheim umworben. Beim Ringen hatte ich nur sporadisch trainiert und habe hin und wieder bei Jugendmeisterschaften mitgemacht, die ich dann quasi ohne Training gewonnen habe.“

Ausgerechnet der frühe Tod seines Vaters durch einen Verkehrsunfall im Jahr 2003 brachte dann den Wendepunkt in der sportlichen Laufbahn des damals 12-jährigen „Eddi“. „Beim Ringen hatte ich Freunde, die mich aufgefangen und mich in dieser schweren Zeit begleitet haben. Deshalb habe ich 2004 dann begonnen intensiv zu trainieren, und so langsam entwickelte sich der Traum von Olympia“, erinnert er sich. Ein Jahr später wurde das Ausnahmetalent zum ersten Mal Deutscher Jugendmeister, ehe er 2006 in die Kadetten-Nationalmannschaft eingeladen wurde.

2010 verließ Eduard Popp „seinen“ VfL Neckargartach, um sich sportlich weiter zu entwickeln. Zwei Jahren in der Zweiten Liga beim TSV Benningen folgte 2012 der Wechsel in die Bundesliga zum SV Triberg. „Das war ein Lehrjahr für mich“, so Eduard Popp. „Ich habe dort in der gesamten Saison nur einen Kampf gewonnen und gemerkt, dass zur Weltspitze noch Einiges fehlt. Das war eine wichtige Erfahrung, aus der ich viel gelernt habe.“

Was folgte, war 2013 die Rückkehr zum VfL Neckargartach – von der Bundesliga in die Verbandsliga. Eduard Popp: „Das mag nach einem sportlichen Rückschritt ausgesehen haben, aber in Wirklichkeit haben wir in Neckargartach das Konzept ‚Together for Gold‘ mit eigenem Trainer und eigenen Sponsoren aufgebaut, mit dem Ziel der Olympiateilnahme 2016 in Rio.“

Das Konzept ging auf. Zwischen 2013 und 2015 gelang dem Schwergewichtler der Hattrick bei den Deutschen Meisterschaften, er qualifizierte sich für Rio und wurde dort Fünfter. „Wenn ich mir diesen Olympiazyklus von 2012 mit nur einem gewonnenen Bundesligakampf bis 2016 mit dem fünften Platz in Rio anschaue, war das schon eine wahnsinnige Entwicklung. Wenn ich mich im aktuellen Zyklus ähnlich verbessere, könnte ich meinem Traum, dem Olympiasieg 2020 in Tokio, nahe kommen.“

Was sein Vater 2001 begonnen hatte, möchte Eduard Popp nun für mindestens ein weiteres Jahr fortsetzen. „Es war nicht selbstverständlich, dass ich auch wirklich bleibe. Doch bestärkt durch die Geschichte und die Tatsache, dass ich als Kind nach dem Tod meines Vaters im Verein viel Halt und Geborgenheit gefunden habe, besteht natürlich eine emotionale Verbindung, und ich möchte jetzt einfach nochmal etwas zurückgeben“, begründet Popp seine Entscheidung. „Außerdem bekommen wir Ende März zum zweiten Mal Nachwuchs, insofern war es auch eine Entscheidung für die Familie.“

Genau diese Wertvorstellungen sind auch der Grund, weshalb Eduard Popp beim Pressefrühstück auch die Firma EDS GmbH als seinen neuen Hauptsponsor vorstellen konnte. Er wird künftig Markenbotschafter für „EDS B2B – Ihr Energieoptimierer“ sein. Alexander Felde, Geschäftsführer des Energiedienstleisters, betonte, dass die traditionellen Werte, die der Familienvater und Ehemann lebt, den Ausschlag für die Partnerschaft gegeben haben. „Seine Werte spiegeln unsere als Unternehmen wider und wir werden ihn gerne auf seinem Weg als Partner begleiten“, so Felde.

Nach der Geburt seines zweiten Kindes Ende März wird Eduard Popp ab Mai wieder richtig in den Sport einsteigen. Erster Meilenstein auf dem Weg zur Weltmeisterschaft, die Ende Oktober in Budapest stattfindet, wird Mitte Mai die Militär-WM sein. Das nächste Highlight folgt dann im Juni mit der Deutschen Meisterschaft, die gleichzeitig als Qualifikationsturnier für die WM dient. „Die Bundesligakämpfe mit den RED DEVILS ab September werden die optimale Vorbereitung für die WM sein. Anders als in der letzten Saison, als ich körperlich und mental müde von der WM zurückgekommen war und deshalb in der Bundesliga nicht meine volle Leistung abrufen konnte, werde ich zum Saisonstart topfit sein“, kündigt Popp an.

RED DEVILS Abteilungsleiter Jens Petzold zeigte sich nach der Unterschrift seines „Ziehsohns“ erleichtert: „Es war für uns nie selbstverständlich, dass er bleibt, nur weil er eigentlich hierher gehört. Wir sind uns bewusst, was wir an Eddi haben, zumal er durch die neue Punkteregelung diese Saison mit ‚Minus 2‘ an den Start geht. Wir haben viele intensive Gespräche geführt, bis wir nun zu einer Einigung gekommen sind. Deshalb freuen wir uns umso mehr, dass wir auch in der kommenden Saison auf ihn bauen können.“

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